„Es gibt noch viel zu tun. Packen wir’s an!“

Vorstand zieht bei Jahreshauptversammlung positive Jahresbilanz.

„Es gab viel zu tun. Wir haben es angepackt. Wir haben viel erreicht“, zog Ortsgruppen-Vorsitzender Sascha Müller bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung Bilanz aus dem vergangenen Jahr. Insgesamt zog der Vorsitzende ein positives Fazit. Dennoch gebe es weiterhin viel zu tun für die Ortsgruppe. „Packen wir’s an!“, forderte Müller die Versammlung auf. Seinen Dank richtete er an alle, die die Ortsgruppe im vergangenen Jahr unterstützten.

Müller berichtete, dass die Bürokratie immer mehr zunehme. Der Ortsgruppe bleibe in vielen Fällen allerdings nichts anderes übrig, als den Vorgaben gerecht zu werden, um sich rechtlich auf sicherem Boden zu bewegen. Nach dem Abriss der alten Station im Strandbad stehe mittlerweile der Neubau. Die Fertigstellung sei bis Mitte 2016 vorgesehen, so Müller. „Die Planung für die Inneneinrichtung läuft“, berichtete der Vorsitzende.

Einen Schwerpunkt in seinem Bericht setzte Müller bei der Gewinnung aktiver Mitglieder. Dies geschehe zum einen mit der Einführung des Jugend-Einsatz-Teams (JET) im vergangenen Jahr zum anderen mit einer genaueren Personalplanung. Hier sei „ein hohes Potenzial absehbar“. Müller hob auch die Zusammenarbeit mit weiteren Hilfsorganisationen und der Feuerwehr hervor. Sowohl die Feuerwehr Frankenthal als auch Bobenheim-Roxheim zeige Interesse an einer Zusammenarbeit. Erste Aktionen mit der Frankenthaler Wehr seien für den Sommer geplant. Ein Übungsabend mit der Feuerwehr Bobenheim-Roxheim und dem Technischen Hilfswerk sei ebenfalls terminiert. Für den Wasserrettungsdienst am Silbersee seien die Wachzeiten testweise angepasst worden. In diesem Jahr bewache die Ortsgruppe den See sowohl samstags als auch  sonntags von 11.30 Uhr bis 18.30 Uhr. Neben Fortschritten in der Tauchausbildung gebe es auch Änderungen im Technischen Gremium zu vermelden. Hier übernahm Sylvia Hollstein das Amt der stellvertretenden Ressortleiterin Anfängerschwimmen. Mike Wolf wurde im Bereich Wasserrettungsdienst zum Stellvertreter ernannt.

Eine „sehr gute Arbeit“ bescheinigte Rainer Ewald, Technischer Leiter Ausbildung, den zahlreichen Trainern, die im Winterhalbjahr Kurse leiteten. Die Kursbelegung sei an der oberen Grenze. Während die Anzahl der Ausbilder gesungen sei, habe man das Niveau der Ausbilderstunden halten können. Im Sommer sei neben sehr vielen Anfängerschwimmkursen auch ein Rettungsschwimmkurs angeboten worden. Trotz des eher durchwachsenen Wetters hätten die Ausbilder ihre Kurse durchgezogen. Auch das Jugendtraining im Strandbad sei gut besucht gewesen.

Eine große Veränderung habe es beim Wintertraining gegeben. Seit dieser Saison ist der Einlass ins Ostparkbad nur noch mit einer Chipkarte möglich. „Nach anfänglichen Schwierigkeiten hat sich das aber gut eingependelt“, teilte Ewald erfreut mit. Einen herzlichen Dank sprach er in diesem Zusammenhang an Elke Hollstein aus, die Woche für Woche den Einlass regelt. „Du hast uns einen Riesendienst erwiesen“, so Ewald. Ein sehr großer Erfolg sei erneut das Nikolausschwimmen gewesen, das „ohne die Unterstützung unserer Jugend so nicht möglich wäre“. Dank sprach Ewald hierbei auch Klaus Nockel und Hans Wagner aus. In der Erste-Hilfe-Ausbildung berichtete der Technische Leiter von zahlreichen EH-, Sanitäts- und Lebensrettende-Sofortmaßnahmen-Kursen. Die Frankenthaler Geschäftsstelle sei zudem mittlerweile EH-Ausbildungszentrum des Bezirks. Als erfreulich bezeichnete Ewald die Tatsache, dass sich einige junge Mitglieder für die Lehrscheinausbildung interessieren. Für die kommende Saison sehe es im Ausbildungsbereich somit gut aus. „Es ist Besserung in Sicht.“

Ein „gutes Bild“ gibt auch die Einsatzgruppe der Ortsgruppe ab, berichtete Christoph Schermuly, Technischer Leiter Einsatz. Insgesamt umfasse diese derzeit 19 Aktive und zwei Anwärter. Im Tauchwesen verfüge die Ortsgruppe derzeit noch über vier Einsatztaucher, deren Altersschnitt allerdings knapp über 60 Jahren liege. Umso erfreulicher sei es, dass sich zwei junge Mitglieder der Ortsgruppe derzeit in der Ausbildung befänden. Mitte des kommenden Jahres sollen beide den Einsatztaucher Stufe 2 absolviert haben.

Im Wasserrettungsdienst leisteten die Rettungsschwimmer der Ortsgruppe im Jahr 2015 rund 700 Wachstunden, etwas weniger als im Vorjahr. Diese seien allerdings von relativ wenigen Aktiven erbracht worden. Schermuly sagte, für die Zukunft setze die Ortsgruppe hier auf das Jugend-Einsatz-Team. Zudem hätten die Aktiven rund 1500 Arbeitsstunden geleistet – „eine beträchtliche Summe“, wie Schermuly anerkannte.

Kassenwart Winfried König bestätigte allen Verantwortlichen, dass diese „sehr kostenbewusst“ gearbeitet hätten und dankte zugleich der Stadt Frankenthal, die noch immer sehr viel für die Vereine tue. Auf Vorschlag der Kassenprüfer hin entlastete die Versammlung den Vorstand inklusive Kassenwart.

Im Zuge der Sitzung sprach sich die Mehrheit der Versammlung gegen einen Beschluss zur Erhöhung der Mitgliedsbeiträge aus. Da der Sportbund eine Erhöhung der Mindestmitgliedsbeiträge plant, ist auch die DLRG Frankenthal dazu gezwungen, ihre Beiträge anzupassen, um weiterhin Fördergelder des Sportbunds zu erhalten. Da der Beschluss des Sportbundes aber noch aussteht, beschloss die Versammlung, erst nach einer konkreten Entscheidung zu handeln.

Mehrere Mitglieder wurden für großes Engagement oder langjährige Treue zur Ortsgruppe ausgezeichnet. Mit Otto Faß zeichnete die Ortsgruppe erstmals ein Mitglied für 75 Jahre Treue zum Verein aus. Die Landesverbandsurkunde in Bronze ging an Maximilian Leppla, Klaus Nockel wurde mit dem Verdienstzeichen in Bronze geehrt. Konstantin Gröpl und Mike Wolf wurden zu Anwärtern der Einsatzgruppe berufen. Die Berufungsurkunde als Mitglied der Einsatzgruppe hielt Sascha Müller für Peri Wagner, Maximilian Leppla und Sönke Wadlinger bereit.

Die Grüße des Bezirksvorstandes überbrachte Frank Dietrich, 2. Vorsitzender des Bezirks Vorderpfalz. Aus anderen Ortsgruppen höre er, dass viele die Aktivitäten der Frankenthaler Ortsgruppe per App oder Facebook verfolgen. Das Jugend-Einsatz-Team JET sei zudem mehrfach kopiert worden. „In Frankenthal wird gute Arbeit gemacht“, lobte Dietrich. „Macht weiter so!“ Sportbund-Vertreter Rainer Wolf sagte angesichts der jungen Versammlung, es sei „erfreulich, dass so viele junge Leute den Verein tragen“. In der Stadt höre man „nur Gutes“ über die Ortsgruppe.