Junge Wasserratten nun sicher am See

Ob ein Wadenkrampf beim Schwimmen oder ein Wespenstich am Badestrand – die Teilnehmer des Schnuppervormittages „Sicher am See“ der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) Frankenthal in Kooperation mit der Bernd-Jung-Stiftung und der VHS Bobenheim-Roxheim am 12. Juli lassen sich von solchen Zwischenfällen den nächsten Badetag am See sicher nicht vermiesen. In knapp drei Stunden bekamen die neun Mädchen und Jungen einen Einblick in Rettungsschwimmen und Erste Hilfe – und lernten vor allem, wie sie sich selbst und anderen bei kleinen oder auch großen  Notfällen helfen können.

Platsch! Einen kleinen Augenblick hat es gedauert, dann aber sind die jungen Teilnehmer des „Sicher am See“-Vormittags drin im Wasser. „Das ist kalt!“, rufen einige Jungs zunächst, doch nach einer kleinen Runde Schwimmen ist auch die Kälte vergessen. Kurz zuvor hat die Gruppe um DLRG-Ausbilder Alvarez sich mit Gefahrenstellen am See wie glitschige Wege für Bootstrailer oder steil abfallende Uferbereiche beschäftigt. Nun ist Zeit für die erste Schwimmübung, noch dazu eine entspannende. „Was macht ihr eigentlich, wenn ihr mal im Wasser keine Kraft mehr habt?“, fragt Alvarez. Die Kinder einigen sich schnell: Der „Tote Mann“ soll helfen. Alvarez nickt. Die richtige Antwort. Nun treiben die jungen Schwimmer auf dem Rücken auf der Wasseroberfläche – und müssen sich ab und zu doch etwas anstrengen, um nicht unterzugehen. Auch entspannen will eben gelernt sein.

Zu lernen, wie man sich selbst im Wasser helfen kann, ist ein wichtiger Bestandteil des „Sicher am See“-Vormittages. Für die zumeist elf- und zwölfjährigen Teilnehmer ist vieles an diesem Vormittag neu. Etwa, dass man einen Wadenkrampf gut und schnell durch Dehnen löst. Oder, dass man einen erschöpften Schwimmer durch die Transportarten „Schieben“ und  „Ziehen“ wieder an Land bringen kann. Auch das wird gleich im kühlenden Wasser ausprobiert. Etwas Theorie gehört aber auch zum Programm. Zum Beispiel beim Thema Erste Hilfe. Bei der Behandlung von Insektenstichen kennen sich die acht Jungen und ein Mädchen schon recht gut aus. Nun kommt das nächste Szenario, das Tage am See immer wieder mit sich bringen. „Was würdet ihr denn machen, wenn ihr in eine Glasscherbe getreten seid? Zieht ihr sie raus oder lasst ihr sie erst einmal stecken?“, fragt Alvarez. Einige Finger schnellen in die Höhe, die Meinungen aber gehen auseinander. „Bevor ihr sie rauszieht und noch mehr Blutgefäße verletzt, lasst ihr das besser einen Arzt machen“, rät der Rettungsschwimmer.

Immer wieder wechseln sich Theorie und Praxis mit Pausen zum Aufwärmen oder Planschen ab. Eine gute Mischung, die auch den jungen Wasserratten gefällt. Einige wollen bald mal wieder beim den Rettungsschwimmern vorbeischauen – und vielleicht noch mehr für den sicheren Badespaß am See lernen.