Der Dunkelheit und dem Wetter getrotzt. Routine und Erkenntnisse gewonnen.

DLRG Frankenthal übt die Suche einer abgängigen Person an Gewässern in ihrem Einsatzbereich. Dabei konnten die Führungsverantwortlichen und Einsatzkräfte wertvolle Erfahrungen sammeln und Verbesserungspotentiale aufdecken.

Für 14 Einsatzkräfte und Anwärter stand gestern die von Felix Strobel organisierte und geleitete Jahresabschlussübung der DLRG Frankenthal auf dem Programm. Im Gegensatz zu den unterjährigen Übungsabenden der Einsatzgruppe wusste diesmal keiner der an der Übung beteiligten Kräfte was überhaupt auf sie zukommt – geschweige denn konnte „gesteuert“ werden wie der Einsatz ausgeht. Das war insbesondere für den Gruppenführer an diesem Abend – Frank Dietrich – interessant, da auch er diesmal die Übungssituation nicht steuern konnte, sondern den Einsatz wie im echten Leben abarbeiten musste.

Der Abend startete mit einer kurzen Präsentation über das Thema Wassergefahrenstellen und die Einweisung in die Lage. Mit der Lagebeschreibung war klar, dass eine Person aus dem Bereich des Frankenthaler Stadtteils Nordend nach einem Brand einige Stunden zuvor grob in Richtung Bobenheim-Roxheim abgängig war. Die DLRG Frankenthal hatte den Auftrag die Gewässer in dieser Richtung abzusuchen.

Damit übernahm der Gruppenführer, der die beiden Trupps einteilte und mit ersten Aufträgen auf den Weg schickte. Es folgte das systematische Absuchen aller zugänglichen Gewässer wie das Gebiet um den Kräppelweiher, den Altrhein am Gondelfestplatz, dem Silbersee – aber auch die Gewässer im Bereich des Nonnenhofs, um nur einige Beispiele zu nennen. Dabei sahen sich die Truppführer Manuel Militello und Sascha Müller gemeinsam mit ihren Einsatzkräften immer neuen Herausforderungen gegenüber – insbesondere die Dunkelheit aber auch die teils widrigen Witterungsverhältnisse galt es zu bewältigen und beim Einsatz der Mannschaft, neben den üblichen Sicherheitsvorkehrungen wie bspw. Warnwesten im Verkehrsraum, zu berücksichtigen.

Ein Einsatzauftrag für das Absuchen der nächsten Gewässer im nördlichsten Einsatzbereich an der B9 auf Höhe der Abfahrt „Rheinufer 2“ brachte den Trupp 1 ganz in die Nähe der gesuchten Person. Wäre der Einsatzabbruch seitens der Gruppenführung aufgrund der vorgerückten Stunde ein paar Minuten später gekommen, wäre die Person mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit aufgefunden worden.

Nach dem Einrücken der Trupps folgte eine Nachbesprechung, bei der sich doch einige Verbesserungspotentiale beim Ablauf und der Einsatzoptionen erkennen ließen. Diese werden nun noch intern aufbereitet und für die Zukunft sicherlich Berücksichtigung finden.

Aber – und das war und ist eine immer wiederkehrende Erkenntnis: dafür sind Übungen da. Zum Einen um ein gewisses Maß an Routine in einem Einsatzablauf zu geben, zum Anderen um Verbesserungspotentiale aufzuzeigen und für die Zukunft einzuarbeiten.

Wir danken allen, die an der Übung beteiligt waren - insbesondere Felix Strobel für die Organisation und Übungsleitung und im Besonderem auch unserem "abgängigem Opfer" für die Bereitschaft unsere Arbeit zu unterstützen.