SWR dreht mit DLRG Frankenthal am Silbersee

Es war ein ungewöhnlicher Termin, den einige Rettungsschwimmer der DLRG Ortsgruppe Frankenthal am 26. August 2011 wahrnahmen. Statt wie gewohnt den Badetrubel in der Sommersaison im Auge zu behalten, war an diesem Freitag Action gefragt. Als Statisten und Interviewpartner standen sie für einen kleinen Beitrag des SWR Fernsehens vor der Kamera.

„Könnt ihr ihn noch einmal rausholen?“ Der Kameramann auf dem Frankenthaler Motorrettungsboot Manateebegibt sich in Position. Vor ihm im Wasser wartet Rettungsschwimmer Daniel Alvarez geduldig auf seinen Einsatz. Als Opfer soll er von der Bootsbesatzung auf die Manatee gerettet werden. Der leicht gerötete Rücken verrät, dass er bereits mehrere Male über die Bootskante auf das Frankenthaler Rettungsboot gehoben wurde. Nach einem Signal des Kameramanns greift die Besatzung nach dem Schwimmer. Gerettet! Opfer und Kameramann sind zufrieden.

Sieben Frankenthaler Rettungsschwimmer sind an diesem Tag am Silbersee erschienen, auch Bezirksmedienreferent Bernd Schmidt hat sich zu der Gruppe hinzugesellt. Noch zwei Tage zuvor waren die Frankenthaler Schwimmer ahnungslos. Doch nach dem durchwachsenen Wetter der vergangenen Wochen lockte die Sonne wieder zahlreiche Badegäste an die Seen und in die Schwimmbäder – und mit ihnen auch das Team des SWR.

Für einen kleinen Fernsehbeitrag suchte der regionale Fernsehsender eine DLRG Ortsgruppe mit einer Wachstation an einem See. Die Wahl fiel auf Frankenthal, wo innerhalb von zwei Tagen das nötige Personal organisiert wurde. „Gefahren beim Baden in Seen“ soll das Thema des kurzen Fernsehbeitrags sein. Nach einer kurzen Lagebesprechung und einem ersten Interview hat sich das dreiköpfige Fernsehteam zu den Rettungsschwimmern ins Boot gesellt. Nach den gelungenen Aufnahmen der Rettungsaktion nutzt die Redakteurin nun die sommerliche Kulisse des Silbersees für ein weiteres Interview.

Rettungsschwimmer Felix Strobel steht dem Fernsehteam des SWR Frage und Antwort. „Warum ist das Schwimmen bei Gewitter so gefährlich?“, lautet die Frage der Redakteurin. Die Antwort kommt beinahe druckreif, doch zur Sicherheit gibt Felix die Antwort noch einmal in Kurzfassung, bevor sich das Boot auf den Weg zurück ans Ufer macht.

Gut zwei Stunden sind Rettungsschwimmer und Fernsehteams insgesamt in Aktion. Die Rettung ins Boot wird noch einmal vom Ufer und vom zweiten Boot aus gefilmt. Zum Schluss gibt es noch ein paar Unterwasseraufnahmen des strampelnden Opfers, das mittlerweile nicht ganz ernsthaft über eine Karriere als Schauspieler nachdenkt.

Kurz nach halb zwölf verlässt der kleine Bus des SWR den Silbersee und auch die Frankenthaler Gruppe tritt die Heimreise an. Ihre Arbeit ist für diesen Tag getan. Nur noch eine Aufgabe wartet auf sie: am Abend den Fernseher einzuschalten.