3 Einsätze an einem Wochenende

DLRG Frankenthal unterstützt MHD bei Großeinsatz im Stadtgebiet

Gleich drei Einsätze parallel mussten Frankenthals Rettungsschwimmer am Wochenende vom 8. bis 10. April bewältigen. Bereits lange zuvor hatte die Ortsgruppe ihre Unterstützung bei der Bewachung einer Regatta am Silbersee an Samstag und Sonntag zugesagt. Auch die Teilnahme eines Bootstrupps an einer Landesverbandsübung in Oppenheim stand bereits mehrere Monate fest.

Der Fund einer Bombe aus dem Jahr 1943 im Frankenthaler Stadtgebiet am Mittwoch zuvor brachte für alle Frankenthaler Rettungsorganisationen plötzlich einen zusätzlichen Großeinsatz mit sich – auch für Frankenthals Rettungsschwimmer.

Bereits am Samstagvormittag sollte die Bombe entschärft werden. Zuvor mussten rund 3.500 Anwohner im Radius von 500 Metern um den Bombenfundort evakuiert werden. Die Versorgung der gut 300 Einsatzkräfte an diesem Tag übernahmen Helfer des Malteser Hilfsdienstes (MHD). Schon am Mittwochabend erreichte den Führungsdienst für die DLRG Einsatzeinheiten daher die Anfrage des benachbarten MHD, ob auch Kräfte der DLRG bei der Verpflegung für die Einsatzkräfte der Bombenentschärfung helfen könnten. Die Anfrage des MHD konnte sofort bejaht werden. Nur einen Tag später wurden im Hallenbad während des Trainingsbetriebes Helfer organisiert.

Schon am Freitag trafen sich sieben Helfer der DLRG, um den MHD bei den Vorbereitungen zu helfen. Im Akkord wurden über 700 Brötchen aufgeschnitten, mit Butter bestrichen und mit Wurst und Käse belegt. Parallel dazu kochten die Malteser Sauce Bolognese für das Mittagessen, bevor das Beladen des LKW begann.

Früh aufstehen hieß es dann am Samstag. Bereits um 5 Uhr war für die ersten 5 Helfer Dienstbeginn in der Unterkunft der Malteser. Die restlichen Frühstücksutensilien wurden gemeinsam mit 60 Liter frisch gekochtem Kaffee verladen und in das Ökumenische Gemeindezentrum im Pilgerpfad transportiert. Während die eine Hälfte der Rettungskräfte im ÖGZ die Verpflegung aufbaute, verblieb der Rest in der Unterkunft und bereitete das Mittagessen vor. Insgesamt rund 350 Mahlzeiten gaben MHD und DLRG an Rettungskräfte, Helfer und evakuierte Personen aus, die sich in den Betreuungsstellen aufhielten. Erst nach der Entschärfung der Bombe gegen 14.15 Uhr konnte langsam mit dem Abbau begonnen werden. Knapp zwei Stunden später war das gesamte Material wieder bei den Maltesern angekommen. Gemeinsam wurde aufgeräumt und geputzt, bevor der Einsatz gegen 17.30 Uhr beendet wurde.

Michael Baumann, Stadtbeauftragter des MHD Frankenthal dankte den insgesamt elf Rettungsschwimmern für ihre Unterstützung. Rund 140 Stunden hatten sie an diesem Wochenende geleistet. „Wir waren sehr froh, dass sich die DLRG bereiterklärt hat, uns zu helfen“, äußerte Baumann seinen Dank. Die Verpflegung zum Frühstück und Mittagessen sei bei Helfern und betroffenen Anwohnern sehr gelobt worden.

Das kurzfristige Hilfsangebot der DLRG ließ jedoch auch die übrigen Einsätze nicht in Vergessenheit geraten. Schon am Samstag gegen 12.30 Uhr rückten drei weitere Rettungsschwimmer mit dem Motorrettungsboot zur Bewachung einer Segelregatta am Silbersee ab und waren gegen 18 Uhr wieder an der Unterkunft.

Am Sonntag nahm der Bootstrupp der Ortsgruppe an der Großübung des Landesverbands Rheinland-Pfalz teil. Nachdem am Freitagabend während des Belegens und Schmierens der Brötchen für die Verpflegung der Voralarm ausgelöst worden war, erfolgte am Sonntag früh gegen 8.20 Uhr der Alarm für die Einheit Frankenthal. Nach kurzer Abstimmung wurde in Frankenthal der Wasserrettungszug Vorderpfalz zusammengestellt.

Unter der Führung des Bezirks fanden sich vier Bootstrupps ein und fuhren in Kolonne zur Übung nach Oppenheim. Dort standen die Helfer vor einer schwierigen Herausforderung: die Simulation eines Flugzeugabsturzes  in den Rhein mit mehreren Vermissten. Unter der Leitung der Zugführung wurde das Übungsszenario abgearbeitet. Um 18 Uhr schließlich kehrte der Frankenthaler Bootstrupp zurück zur Unterkunft und konnte, nach dem Fahrzeug und Boot wieder einsatzbereit waren, die restlichen Stunden des Wochenendes genießen.

An diesem Wochenende (Freitag 17 Uhr bis Sonntag 18 Uhr) waren insgesamt 15 Helfer über 200 Stunden im Einsatz!

Die Leitung Einsatz bedankt sich noch einmal herzlich bei allen Aktiven, die die DLRG Frankenthal an diesem Wochenende unterstützt haben!